Homöopathische Sterbebegleitung für Tiere

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Chrisi3506
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Homöopathische Sterbebegleitung für Tiere

Beitrag von Chrisi3506 » Do 29. Mär 2012, 14:11

„ICH BIN NICHT TOT, ICH TAUSCHE NUR DIE RÄUME. ICH LEB’ IN EUCH UND GEH’ DURCH EURE TRÄUME.“ – MICHELANGELO -

Jeder Tierbesitzer weiß, dass dieser Tag irgendwann kommt. Der Tag, an dem er Abschied von seinem treuen Begleiter nehmen muss. Der Tag, an dem er entscheiden muss, ob sein krankes oder altes Tier eingeschläfert werden oder eines natürlichen Todes sterben soll.

Bei dem Gedanken an Sterben und Tod fühlen wir uns hilflos und unsicher. Wir fürchten uns vor dem, was auf uns zukommt und – was das Allerschlimmste ist – wir sind unendlich traurig. Gleichzeitig möchten wir die richtige Entscheidung für unser Tier treffen. Aber was ist das Richtige?

In der heutigen Zeit hat sich die Einschläferung zu einer Standardlösung entwickelt, weil der Tierarzt dazu rät oder auch weil die Besitzer keine Alternative kennen. Sie argumentieren damit, dass das Tier nicht leiden soll und dass sie es erlösen möchten. Aber woher wollen sie wissen, dass eine Einschläferung friedlich verläuft? Es ist eine Atemlähmung unter Narkose, der Tod folgt durch Ersticken.

Wenn man genauer hinschaut, liegt das Problem ganz woanders: Es ist der Mensch, der sein eigenes Leid nicht ertragen und den Sterbeprozess seines Tieres nicht mitansehen kann oder will. Die Verunsicherung ist groß, aber noch größer ist die menschliche Angst vor dem Sterben sowie der Wunsch, sich nicht damit auseinander setzen zu müssen. Unsere Tiere hingegen wissen, wann es Zeit ist und beschreiten tapfer diesen letzten Weg. Ist eine Einschläferung also wirklich die Lösung oder nur eine Flucht vor dem Unausweichlichen?

Aus Sicht des Tieres bedeutet die Einschläferung, dass ihm das Erleben des natürlichen Sterbeprozesses genommen wird. Es kann sich nicht vom Leben verabschieden und versäumt eine sehr wichtige Erfahrung: Die Befreiung und Weiterentwicklung seiner Seele.

Unsere Gefährten haben uns in guten Zeiten begleitet – ist es dann nicht unsere moralische Pflicht, sie in schlechten Zeiten und bis zum letzten Atemzug zu begleiten? Sollte unser treuer Freund seinen Lebensweg nicht selbst zu Ende gehen dürfen? Was berechtigt uns dazu, einem beseelten und selbst bestimmten Wesen diese Entscheidung abzunehmen?

Das Sterben – ein natürlicher Vorgang

Als Tierheilpraktikerin werde ich nicht nur mit dem Tod meiner eigenen Tiere, sondern auch mit dem meiner Patienten konfrontiert. Zu Anfang wusste ich nichts über den natürlichen Sterbeprozess und die homöopathische Sterbebegleitung. Doch als meine Tiere älter wurden und dieses Thema unausweichlich im Raum stand, begann ich, mich damit zu befassen.

Bei der Sterbebegleitung geht es darum, dem sterbenden Tier – und vor allem dem Besitzer – auf diesem letzten Weg beizustehen. Aber noch wichtiger ist der Aspekt, dem Besitzer zu erklären, wie der Sterbeprozess abläuft. Denn erst wenn man diesen verstanden hat, fühlt man sich sicherer: Der Tod verliert einen Teil seines Schreckens. Er ist nicht mehr der große Unbekannte.

Besitzer, die sich gegen eine Einschläferung entscheiden, erleben die homöopathische Sterbebegleitung als sehr schöne und wertvolle Erfahrung. Sie sind dankbar, dass sie den Mut gefunden haben, ihren treuen Freund auf diese Art zu verabschieden und berichten, wie friedlich ihr geliebtes Tier gestorben ist.

Sterben ist kein Irrtum, sondern der letzte, unvermeidliche Lebensabschnitt. Es ist zwar ein schmerzlicher, aber auch ein ganz natürlicher Vorgang, so wie die Geburt. Jedes Lebewesen wird geboren und stirbt – beide Vorgänge sind untrennbar miteinander verbunden.

Bei einer Geburt werden Schmerz und Anstrengung hingenommen. Das erschreckt niemanden, und wir würden nicht auf die Idee kommen, den Geburtsvorgang deswegen zu unterbrechen. Eine homöopathische Behandlung kann die Schmerzen lindern – jedoch nur die der Mutter und nicht die des Neugeborenen.

Für den Sterbenden kann die klassische Homöopathie weitaus bessere Dienste leisten. Je nach vorliegender Symptomatik wird ein passendes Mittel ausgesucht, dass dabei helfen soll, die natürlichen Sterbephasen leichter zu durchlaufen. Schmerzen, aber auch Ängste können dadurch gelindert und das Loslassen erleichtert werden.

Allerdings ist die Verabreichung eines homöopathischen Sterbemittels nicht mit einer alternativen und sanften Form der Einschläferung gleichzusetzen. Denn kein Homöopathikum der Welt vermag ein Tier zum Sterben zu bewegen, das noch nicht dazu bereit ist. Wenn noch genug Lebenskraft vorhanden ist, kann das homöopathische Mittel sogar zu einer Erholung führen. Ist die Lebenskraft hingegen erschöpft und das Tier zum Sterben bereit, so wird durch die Gabe des passenden Mittels der Sterbeprozess eröffnet, und die natürlichen Sterbephasen können durchlaufen werden.


Die Sterbephasen

Aus Sicht des tibetischen Buddhismus löst sich der Körper im Sterbeprozess in seine vier Elemente auf: Erde, Wasser, Feuer, Luft. Die Auflösung dieser Elemente erkennt man an den körperlichen und seelischen Veränderungen. Erst nach Vollendung dieser Phasen können Körper und Seele sich voneinander trennen.


Die Erdphase

Die Auflösung des Erdelements erkennt man daran, dass die Tiere die Nahrung verweigern oder nur noch sehr wenig fressen. Sie setzen kaum noch Kot ab und sind häufig stark abgemagert. Außerdem werden sie unbeweglicher, steifer und schlafen sehr viel.


Die Wasserphase

Bei der Auflösung des Wasserelements trinken die Tiere viel und verlieren Körperflüssigkeiten. Oder sie trinken gar nicht mehr, wodurch der Körper austrocknet.

Diese veränderte Flüssigkeitsaufnahme führt dazu, dass die Schleimhäute entweder viel Schleim produzieren oder austrocknen. Manchmal ist eine rasselnde Atmung zu hören.

Die Austrocknung des Körpers ist Teil des natürlichen Sterbeprozesses und führt zu einem Anstieg der Endorphinproduktion. Diese wiederum lindert Schmerzen. Durch eine künstliche Flüssigkeitszufuhr (Infusion) in dieser Sterbephase wird das Sterben erschwert.


Die Feuerphase

Bei der Auflösung des Feuerelements kommt es zu Hitze- und Kälteempfindungen, weil sich die Körpertemperatur verändert. Die Tiere suchen Wärme oder auch Kälte. Allmählich kühlt der Körper ab, besonders an den Extremitäten.

Manche Tiere laufen unruhig herum, obwohl sie eigentlich schwach sind. Es können starke Gemütsbewegungen auftreten, z. B. schreien sie oder erkennen ihren Besitzer nicht mehr. Auch diese Vorgänge sind ganz natürlich, weil das Bewusstsein die körperliche Existenz verarbeitet. Die letzten Energiereserven werden verbraucht und die Feuerphase vollendet.


Die Luftphase

Die Auflösung des Luftelements erkennt man an einer veränderten Atmung. Wenn diese schließlich aussetzt, tritt der Tod ein.

DER LETZTE DIENST, DEN MAN EINEM FREUND ERWEISEN KANN, IST, IHN IM STERBEPROZESS ZU BEGLEITEN. WER DAS FÜR EIN GELIEBTES WESEN TUT, ZEIGT WAHREN MUT UND TIEFE ZUNEIGUNG. UND NICHT NUR DAS – ER KANN VIEL FÜR DAS EIGENE LEBEN UND STERBEN LERNEN!



Gastartikel von
María del Carmen Cruz Dacal
ATM-geprüfte Tierheilpraktikerin
www.cruz-dacal.de

http://www.hundemeldungen.de/2012/03/ho ... fur-tiere/
Schöne Grüsse Petra

"Man hat nicht ein Herz nur für Tiere oder nur für Menschen
Entweder man hat ein Herz für alle oder keins"

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Anne Sasson
Beiträge: 477
Registriert: So 23. Jan 2011, 19:11

Re: Homöopathische Sterbebegleitung für Tiere

Beitrag von Anne Sasson » Fr 30. Mär 2012, 10:23

Ein sehr wichtiges Thema!

Die Fortbildung hierzu war für mich immer ein besonderes Thema. Natürlich ist es sehr emotional aber sich z.B. mit den unterschiedlichen iSterbephasen intensiv zu befassen, hilft einem sehr. Bei Patienten und auch bei den eigenen Tieren.
Patienten zu begleiten ist eine Aufgabe, die immer sehr bewegend ist. Nicht nur der Hund steht vor einem sondern auch seine Menschen, die alle einen unterschiedlichen Umgang mit dem Tod (oder schon vorher mit einer schweren, unheilbaren Erkrankung) haben. Es ist immer wieder eine Bereicherung, dem Hund und seinen Menschen den größtmöglichen Respekt zu zollen, den Weg des Hundes und den seiner Menschen zu begleiten, Schritt für Schritt. Es ist mir jedes Mal eine sehr große Ehre.

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