Homöopathie und Pendeln

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Lara
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Homöopathie und Pendeln

Beitrag von Lara » Mo 23. Jan 2012, 10:12

Moin allerseits!

Ich lese hier ja häufig von der klassischen Homöopathie.
Kann mir jemand erklären, was es für eine Homöopathie ist, wenn die Mittel ausgependelt werden?

Danke!
Tina
Viele Grüsse
von Tina und der wilden Horde "herz"

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Anne Sasson
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Re: Homöopathie und Pendeln

Beitrag von Anne Sasson » Mo 23. Jan 2012, 11:18

Hallo Tina,

in meinen Augen: keine!

klassisch homöopathisch behandeln wir aufgrund einer Symptomatik, die wir/der Patient (bei Tieren natürlich der Halter) beobachten können. Haben wir eine Reihe von Symptomen, so werden diese hierarchisiert (es gibt wichtige und weniger wichtige Symptome, diese lernen wir zu unterscheiden). Anschließend ergibt sich durch die Repertorisation der Symptome eine Auswahl von Mitteln, die in Frage kommen könnten. Jetzt erst kommt die endgültige Mittelwahl. Diese erfolgt nach gründlichem Studium der Arzneimittellehre. Für jeden Patienten lesen wir wieder neu, um ganz individuelle Sachen, die auf den Patienten zugeschnitten zu sein scheinen, zu finden.

Klassische Homöopathen brauchen im Grunde genommen keine weitere Hilfsmittel als ein Repertorium und ausreichend Litteratur zu den Arzneien (und natürlich eine fundierte Ausbildung, aber das versteht sich von selbst!).

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Lara
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Re: Homöopathie und Pendeln

Beitrag von Lara » Mo 23. Jan 2012, 11:36

Ich war mal vor vielen Jahren mit meinem alten kranken Maine Coone Kater Kimy bei einer THP. Der Kater hustete und war schwach, zuvor war ich mehrmals bei einem TA, aber ausser ABs zu geben, wurde nichts gemacht. Auf meine Frage nach Krebs bekam ich die Antwort: "In diesem Alter bekommt eine Katze keinen Krebs mehr!" (Der Arzt war bekannt, publizierte auch in Zeitschriften usw.)
Nun also eine THP - diese pendelte Kimy aus und ich bekam Globulis mit. Der Zustand verschlechterte sich aber zusehends!
Ich ging wieder zu einem anderen TA. Der Kater wurde dort ganz einfach geröntgt und es wurde Lungenkrebs diagnostiziert. Kurz darauf wurde Kimy erlöst...

Hier im Ort gibt es eine TA, die auf ihrer HP seit 1989 mit klassischer Homöopathie wirbt, sowie mit Bachblüten und Akupunktur. Sie publiziert auch viel und war schon im TV.
Ich war vor Jahren mal mit Lori dort, er hat einen chronischen Schnupfen, der immer mal wieder aufflammt. Meine TAs konnten mir nicht weiterhelfen, also ging ich mal dorthin.
Diese TA pendelte Lori aber auch aus! Was soll ich sagen? Ausser Spesen nix gewesen...

Du verstehst jetzt auch sicher warum ich meine Frage gestellt habe.
Viele Grüsse
von Tina und der wilden Horde "herz"

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ronnie
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Re: Homöopathie und Pendeln

Beitrag von ronnie » Mo 23. Jan 2012, 12:49

Lara hat geschrieben: "In diesem Alter bekommt eine Katze keinen Krebs mehr!"
So eine kategorische Aussage finde ich in der Medizin völlig fehl am Platz!
Das erinnert mich an den Fall der Kollegin einer Freundin, die in ihren frühen Zwanzigern immer irgendwelche Beschwerden in der Brust hatte und der dann regelmäßig gesagt wurde, in dem Alter bekommen man keinen Brustkrebs. Was war? Entgegen jeder Wahrscheinlichkeit war es doch Krebs, wurde viel zu spät erkannt, und mit 32 war sie dann tot... :cry:

Ich meine, ich weiß genau, dass ich z.B. nie Hodenkrebs bekommen werde und mein Mann keine Gebärmuttersenkung, aber ansonsten kann man doch immer nur sagen, dass etwas ungewöhnlich wäre; ausschließen kann man es jedoch nicht.
Irene

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Anne Sasson
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Re: Homöopathie und Pendeln

Beitrag von Anne Sasson » Mo 23. Jan 2012, 17:15

Hallo Tina,

ich schließe mich Ronnie an: Solche Aussagen sind quatsch.

Es gibt inzwischen einige Tierärzte, die Homöopathie und andere Therapien anbieten. Zum einen gibt es sicherlich einige TÄs, die offen für andere Behandlungsformen sind, zum anderen fragen auch die Tierhalter danach.

Ich kann jetzt nur für den Bereich der klassischen Homöopathie sprechen. Mir sind sehr sehr wenige Tierärzte bekannt, die klassisch homöopathisch behandeln. Im Grunde genommen ist es auch nicht wirklich möglich, im Rahmen einer ganz normalen TA-Praxis zweistündige Termine für Erstanamnesen zu vereinbaren. Es gibt wie gesagt einige wenige, die sich einen oder zwei Tage in der Woche hierfür nehmen, aber es ist bei weitem nicht die Regel.

Die anderen geschätzte 99,5 % besuchen einige Wochenendseminare, lesen bei Dr. Wolff nach und verschreiben homöopathische Mittel nach bewährten Indikationen. Letzten Endes verfahren sie genauso wie in der Schulmedizin: Gegen Krankheit X, Mittel Y - Für die Niere: "Nierenwundermischung", fürs Herz "Herzglobuli" usw.

Uns über diese Behandlungsmethode zu unterhalten, würde hier zu weit führen. Ich will sie jetzt nicht verteufeln, auch wenn ich selbst nicht nach diesen Regeln behandle. Aber eins ist definitiv klar: Es ist keine klassische Homöopathie.

Anekdote: Ich lasse meinen Hund Pablo von einer Osteopathin behandeln. Ich bin ganz begeistert und Pablo tut es sehr gut. Die Osteopathin erzählte mir beim ersten Mal auch, nach welchen Mitteln Pablo "verlangen" würde, diese ermittelte sie über Kynesiologie... Wahrscheinlich gibt es da gravierende Unterschiede zum Pendeln, ich kenne mich zu wenig aus.
Wir sind uns aber schnell darüber einig geworden, dass ich nicht die geringste Ahnung von Osteopathie habe, ihre Kompetenz in diesem Bereich sehr schätze und mich nicht einmische. Aber in Sachen Homöopathie kommt mir nur "Klassik" ins Haus! Seitdem sind wir ein tolles Team!
Zuletzt geändert von Anne Sasson am Di 24. Jan 2012, 00:32, insgesamt 1-mal geändert.

Gelöschter Benutzer 189

Re: Homöopathie und Pendeln

Beitrag von Gelöschter Benutzer 189 » Mo 23. Jan 2012, 19:26

Aber in Sachen Homöopathie kommt mir nur "Klassik" ins Haus!
mir auch :)

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