*Bremsen Sie Ihren Ex-Racer

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*Bremsen Sie Ihren Ex-Racer

Beitrag von Greyhound-Forum » Do 9. Nov 2017, 09:18

Im Hinblick auf die vielen Windhundausläufe die es gibt und die doch recht gut besucht werden, hier wieder mal eine eindringliche Warnung!
Passen Sie bitte auf ihren Greyhound auf. Lassen Sie ihn nicht unkontrolliert jagen. Auch nicht in einem Umzäunten Gelände.
Hetzjagdspiele untereinander oder Verfolgen von technischen Geräten (Autos, Drohnen etc.) können zur Gefahr für ihren Renter werden, der NICHT mehr das Training eines aktiven Rennhundes hat!
Bremsen sie Ex-Racer
Es geschah an einem wunderschönen, aber angenehmen - nur 24 Grad Celsius - Samstag Mitte August.
Kora, ein junger Rennhund im Ruhestand, tummelte sich in Chicago in einen Hundepark, als sie an einer seltenen, aber lebensbedrohlichen Krankheit namens Rhabdomyolyse erkrankte.

Belastungs-Rhabdomyolyse bezieht sich auf extreme Muskelschäden, die als Folge von kurzen, intensiven Trainingseinheiten auftreten. Betroffene Tiere können dehydriert, schmerzhaft, schwach, desorientiert und an Übelkeit leidend sein. Rhabdomyolytische Anfälle können bei jedem Tier oder jeder Person nach extremer oder ungewöhnlicher körperlicher Betätigung auftreten, am häufigsten jedoch bei Rennpferden.

Kora war einer von mehreren Hunden, die an diesem Tag ein ferngesteuertes Auto jagten. Mit Koras Hintergrund im Rennsport wurde sie wahrscheinlich mit Fernsteuerungsautos trainiert, und sie jagte das Auto für fünf bis acht Minuten bei Renngeschwindigkeiten und fing es mehrfach.

Nach weniger als zehn Minuten Verfolgungsjagd war klar, dass Kora sich an ihrer Pfote verletzt hatte und sie schien übermäßig zu keuchen. Ihre Eltern packten Kora und ihren Bruder Charlie ein und kehrten nach Hause zurück. Zu Hause angekommen, wurde Kora Wasser und ein Ventilator angeboten, um ihr zu helfen, sich abzukühlen, aber es dauerte fast eine Stunde, bis sie sich schließlich beruhigte. Ungefähr zwei Stunden später war sie unruhig und ihr Urin war sehr dunkel in der Farbe
Da sie nicht wusste, was vor sich ging, sondern dachte, dass sie unter Hitzeerschöpfung leiden könnte, brachten Koras Besitzer sie in eine 24-Stunden-Notfallklinik. Was sie dachten, war eine leichte Austrocknung und Hitzeerschöpfung.

Die schwere Muskelverletzung / Schädigung, die während dieser kurzen fünf bis acht Minuten des Verfolgens des Autos auftrat, verursachte die Freisetzung von Muskelabbauprodukten, Myoglobin und Kalium. Wenn überschüssiges Kalium im Körper vorhanden ist, kann dies zu unregelmäßigem Herzschlag führen, und Myoglobin verursacht bekanntermaßen akutes Nierenversagen. Das Myoglobin war für den braun gefärbten Urin verantwortlich.
Wegen dieser schwerwiegenden Folgen wurde Kora zwei Tage lang mit intravenöser Flüssigkeitstherapie in die Tierklinik eingeliefert, um die Elektrolytstörungen auszugleichen, die Austrocknung zu korrigieren und die Nieren zu spülen. Zusätzlich zu IV-Flüssigkeiten wurde Kora mit Muskelrelaxan und Schmerzmitteln behandelt, da sie viele Tage lang sehr an Schmerzen litt.
Jetzt, mehr als einen Monat nach ihrer anfänglichen Verletzung, kehrt Kora langsam zur normalen Aktivität zurück. Sie war fast einen Monat lang an Leine, während ihre Blutwerte genau überwacht wurden.
Ich freue mich, berichten zu können, dass Kora aufgrund des schnellen Eingreifens ihrer Besitzer keine langfristigen Nierenschäden davon getragen hat. Es wurde rechtzeitig mit einer Flüssigkeitstherapie begonnen, um bleibende Nierenschäden zu verhindern. Während sie an Rücken und Hinterbeinen viel Muskelmasse verlor, baut sie diese allmählich wieder auf.
Als Hundehalter fragen Sie sich vielleicht, ob Sie verhindern sollten, dass Ihr Hund im Park läuft. Belastungs-Rhabdomyolyse ist eine sehr seltene Erkrankung und betrifft in der Regel nur Sportler, die längere Zeit dem intensiven Training ferngeblieben sind und dann mit zu viel Volumen und Intensität zurückkehren.

Die häufigsten Hunde, die betroffen sind, sind Ex-Racer (Rennhunde im Ruhestand) und Schlittenhunde in Rente. Wenn Sie also keinen dieser Hunde haben, brauchen Sie sich wahrscheinlich keine Sorgen wegen einer Rhabdomyolyse zu machen. Wenn Sie einen Greyhound haben, ist es wichtig, ihn niemals länger als 30 Sekunden mit Renngeschwindigkeiten laufen zu lassen. Auf der Rennbahn dauert ein Greyhound-Rennen zwischen 30 und 40 Sekunden, wo die Hunde mit Höchstgeschwindigkeit laufen.

Wenn Sie also einen Ex-Racer in einen Hundepark mitnehmen, stellen Sie sicher, dass er nur zum Spaß läuft, nicht mit voller Geschwindigkeit.
Übersetzt von Michaela Müller fürs Greyhound Forum.

It happened on a gorgeous but cool — only 75 F — Saturday in mid-August. Kora, a young retired racing greyhound, was romping around a dog park in Chicago when she was afflicted with a rare but life-threatening condition called exertional rhabdomyolysis.

Exertional rhabdomyolysis refers to extreme muscle damage that occurs as a result of short, high-intensity workouts. Affected animals may appear dehydrated, in pain, weak, disoriented and nauseous. Rhabdomyolytic attacks can happen to any animal or person after extreme or unaccustomed exercise, but it is most commonly diagnosed in racehorses.

Kora was one of several dogs chasing a remote control car that day. With Kora's background in racing, she was likely trained with remote control cars, and she chased the car at racing speeds for five to eight minutes, catching it multiple times.

After less than 10 minutes of chasing, it was clear that Kora had injured her paw, and she seemed to be panting excessively. Her parents packed up Kora and her brother, Charlie, and returned home. Once home, Kora was given water and a fan to help her cool down, but it took almost an hour for her to finally calm down. About two hours later, she was unsteady and her urine was very dark in color.

Not knowing what was going on but thinking she may be suffering from heat exhaustion, Kora's owners took her to a 24-hour emergency clinic. What they thought was mild dehydration and heat exhaustion turned out to be much worse.

The severe muscle injury/damage that occurred during that short five to eight minutes of chasing the car caused the release of muscle breakdown products, myoglobin and potassium. Having excess potassium in the body can result in irregular heartbeats, and myoglobin is known to cause acute kidney failure. The myoglobin was responsible for the brown-colored urine.

Because of these serious consequences, Kora was hospitalized for two days on intravenous fluid therapy to help correct electrolyte imbalances, correct dehydration and flush her kidneys. In addition to IV fluids, Kora was treated with muscle relaxers and pain medications, as she was very sore for many days.

Now more than a month after her initial injury, Kora is slowly returning to normal activity. She was restricted to leash walks for almost a month while her blood values were closely monitored.

I am happy to report that Kora has no long-term kidney damage from this condition because of the quick intervention of her parents. She was started on fluid therapy in time to prevent permanent kidney damage. While she did lose a lot of muscle mass along her back and rear legs, she is gradually rebuilding it.





As a dog owner, you may be wondering if you should prevent your dog from running at the park. Exertional rhabdomyolysis is a very rare condition and usually only affects animal athletes that have been away from intense training for a while and then jump back in with too much volume and intensity.

The most common dogs affected would be retired greyhounds and retired sled dogs, so unless you have one of these dogs, you probably do not need to be worried about exertional rhabdomyolysis. If you do have a greyhound, it's important to never let him/her run at racing speeds for more than 30 seconds at a time. On the track, a greyhound race lasts between 30 to 40 seconds, where the dogs are running at top speed.

So if you do take any ex-racers to a dog park, make sure they're only running for fun, not for speed.

Dr. Drew Sullivan is a primary-care veterinarian at and the director of the Medical District Veterinary Clinic, a Chicago-based practice operated by the University of Illinois College of Veterinary Medicine. Kora is one of his patients. An archive of pet columns from the UI College of Veterinary Medicine is available at vetmed.illinois.edu/petcolumns/. Requests for reprints of this article may be directed to Chris Beuoy at beuoy@illinois.edu.
http://www.news-gazette.com/living/2017 ... acers.html
Bild
Nur wer einmal seinen Windhund jagen gesehen hat, der weiß, was er an der Leine hat!

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