Der Greyhound als Therapiehund

Hier findet ihr die Orgas, die Greyhounds vermitteln
Gelöschter Benutzer 59

Der Greyhound als Therapiehund

Beitrag von Gelöschter Benutzer 59 » Mi 19. Nov 2014, 13:00

Der Greyhound ist bekannt als das zweit schnellste Säugetier der Welt. Dies wird ihm auf den Windhundrennbahnen rund um den Globus zum Verhängnis. Oft unter unwürdigsten Umständen gehalten, auf der Bahn ausgebeutet und anschließend „weggeworfen“ wie ein Stück Dreck, wissen anscheinend nur wenige Menschen etwas über sein liebevolles ruhiges Wesen und seine Zuneigung zu den Menschen.


Safira, in unserer Pflegestelle Casey genannt, lebt nun in Soltau und ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass Greyhounds mehr können, als nur den Buchmachern, Besitzern, Trainern, Rennbahnbesitzern und Rennbahnbesuchern die Taschen zu füllen. Safira ist in ihrem zweiten Leben, umgeben von ganz viel Liebe und Zuneigung, eine Therapiehündin geworden, die Menschen hilft, sich im Leben wieder ein bisschen besser zurechtzufinden. Lesen Sie bitte hier den Bericht ihrer Besitzerin oder sollten wir besser sagen – Arbeitskollegin?
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Safira begleitet mich als Therapiehund jeden Tag in meine Logopädiepraxis und kommt auch mit zu den Hausbesuchen.
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Sie ist bei den Patienten sehr beliebt, gerade auch bei sehr ängstlichen Menschen. Patienten mit plötzlichem Sprachverlust, etwa nach einem Schlaganfall oder mit dem Verlust oder einer deutlichen Einschränkung des Schluckvermögens, befinden sich oftmals in einer Krisensituation und fühlen sich aus ihrem gewohnten Lebensalltag heraus gerissen.

Gerade in diesen Fällen ist ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Patient/in und Therapeut/in sehr wichtig und dient als Grundlage für die erfolgreiche logopädische Therapie.

Safira unterstützt bei diesen Menschen durch ihr ruhiges, sensibles und liebevoll zugewandtes Wesen die logopädische Therapie eindeutig. Für viele Patienten ist sie eine große Freude und bewirkt eine Steigerung der Lebensqualität, was unschwer an den strahlenden Gesichtern meiner Patienten zu erkennen ist.
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In ihrem neuen Zuhause hat sie sich sehr schnell eingelebt und genießt nach „Feierabend“ die Kuscheleinheiten auf dem Sofa eindeutig.

Sie versucht, "mir alles Recht zu machen". Es ist für sie das Schlimmste, wenn ich "nein" sage, deshalb lernt sie außergewöhnlich schnell.


Gelegentlich besuchen uns zwei befreundete Galgas, dann ist ihre Freude besonders groß. Bei unseren üblichen Spaziergängen wirkt Safira auf ängstliche Hunde, auch auf sehr kleine, äußerst beruhigend. Einige sind schon deutlich mutiger geworden und beginnen zu ihr Kontakt aufzunehmen. Sie nimmt ihren Job als Therapiehund eben sehr ernst – bei Menschen und bei Artgenossen.

Insgesamt ist Safira für uns alle eine große Bereicherung für unser Leben und wir freuen uns jeden Tag über sie. Wir wünschen uns noch recht viele gemeinsame Jahre mit diesem wunderbaren Hund!



Ich hoffe, dass dieser Kurzbericht vielleicht den einen oder anderen Leser in dem Wunsch bestärkt, einen Greyhound in seine Familie aufzunehmen, damit ein weiterer Exracer vor dem sinnlosen und grausamen Tod in Irland gerettet werden kann!!


Diese großartigen Hunde sind leider noch viel zu unbekannt und verdienen viel mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung!



Liebe Grüße von Christine und Safira

http://www.progreyhound.de/schuetzlinge ... tent.shtml

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Pauli08
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Re: Der Greyhound als Therapiehund

Beitrag von Pauli08 » Mi 19. Nov 2014, 13:21

kleines Erlebnis am Rande bei uns --- allerdings schon aus dem letzten Sommer..

Meine an Demenz erkrankte Tante 86j alt war überraschend zu Besuch gekommen
und saß nun bei dem schönen Wetter im Garten - zusammen mit meiner Mutter
die beiden sind sich eigentlich einig was Hunde angeht - 1 geht 2 sind kaum zu ertragen - so die langjährige Meinung "ugly"

mein Onkel wollte schon immer einen Dackel - aber das ging wegen ihrer Abneigung und auch wegen ihrer beider ganztägigen Arbeit nicht -

und heute wars ganz anders - Pauli wie immer einen gr. Bogen vor allen die nicht zur Familie gehören :o

und Milano sofort ohne zu zögern hin zu meiner Tante und schmuuusen was das Zeug hält - sowas von ranschmeißen ne du glaubst es nicht "happy_birthday"

und Tante Mia war happy konnte gar nicht mehr aufhören zu streicheln und zu flöten :
ach was bist du ein schöner - hübscher - lieber und gelacht hat sie ecetera pp

ach was war das schön zu sehn das da noch leben ins Gesicht kommt "fg_grey"

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lonja
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Re: Der Greyhound als Therapiehund

Beitrag von lonja » Mi 19. Nov 2014, 15:18

Danke für den Bericht. "fg_grey"
Das ist wunderbar. "up_2"

Ich habe schon länger vor mit Ally die Therapiehundeausbildung zu machen. Dafür muss sie hier als erstes einen Aufnahmetest bestehen. Leider ist der Kurs jetzt wo wir bereit dafür sind ausgebucht- ganz 2015 ist schon ausgebucht :( . Aber wir werden schon noch was finden, früher oder später.
Ally ist auch mit jungen, unsicheren und ängstlichen Hunden sehr gut. Es ist eine Freude immer wieder zu sehen wie sie unsicheren, problematischen Neuankömmlingen in der Hundeschule "Sicherheit" gibt, ihr Verhalten den Signalen des anderen anpasst und als "Fels" in der Brandung im Hintergrund wirkt. Und von Kläffern und Möchtegerns lässt sie sich inzwischen auch nicht mehr verunsichern, sie lässt sie stehen und denkt sich ihren Teil ;)
Grüsse
Lonja mit Ally
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greycie
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Re: Der Greyhound als Therapiehund

Beitrag von greycie » Mi 19. Nov 2014, 19:00

Ich bin ja 2007 bis 2009 auch mit meinen Greys zum Demenz Seniorenheim gegangen.
war immer schön anzuschauen, wie sie mit den Menschen umgehen

noch von meiner alten Internetseit
http://gluecksnasen.de/therapie.htm
Michaela
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Nur wer einmal seinen Windhund jagen gesehen hat, der weiß, was er an der Leine hat!

Maru
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Re: Der Greyhound als Therapiehund

Beitrag von Maru » Mi 19. Nov 2014, 21:21

Typisch Greyhound würde ich sagen. Die haben einfach zum großen Teil einen klasse Charakter - dem Menschen extrem zugewandt, auf Gefallen bedacht, ausgeglichen und in sich ruhend, sensibel ohne schissig zu sein.

Bei Lawrence und Robin hätte ich mir Therapiehundearbeit auch gut vorstellen können bzw könnte es. Da scheitert es eher an meiner Eignung/Willen für sowas. Aber die beiden sind/waren absolut tiefenentspannt und Menschen aller Art gegenüber freundlich aufgeschlossen, auch wenn jemand im Rollstuhl saß, ne spastische Lähmung hatte, an Krücken ging oä.

Ich hab zwei gesitig und körperlich behinderte Onkel, beide bewegen sich etwas "außerhalb der Norm" (der eine sehr langsam und konzentriert, teilweise zittrig, der andere oft sehr abrupt und abgehackt, dazu macht er oft seltsame Geräusche).
Dee findet das äußerst unheimlich, die Jungs machen/machten da gar keinen Unterschied, die erwarten erstmal von allen Menschen nur Gutes und wenn die Hand beim streicheln zittert oder sich plötzlich zusammenkrampft oder wenn sich jemand plötzlich Gesicht an Schnauze über sie beugt und sie anstarrt und komische Laute von sich gibt, ist ihnen das völlig gleich bzw sie nehmen es halt interessiert auf, aber machen sich nix drauß.


Ich muss auch sagen, rein äußerlich finde ich andere Windhundrassen attraktiver, aber vom Charakter her... immer wieder gern ein Greyhound.
Liebe Grüße von Janica mit Lawrence (unvergessen), Robin, DeeDee und Janaah.

Safira
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Re: Der Greyhound als Therapiehund

Beitrag von Safira » Di 30. Dez 2014, 14:08

Maru hat geschrieben:Typisch Greyhound würde ich sagen. Die haben einfach zum großen Teil einen klasse Charakter - dem Menschen extrem zugewandt, auf Gefallen bedacht, ausgeglichen und in sich ruhend, sensibel ohne schissig zu sein.

Bei Lawrence und Robin hätte ich mir Therapiehundearbeit auch gut vorstellen können bzw könnte es. Da scheitert es eher an meiner Eignung/Willen für sowas. Aber die beiden sind/waren absolut tiefenentspannt und Menschen aller Art gegenüber freundlich aufgeschlossen, auch wenn jemand im Rollstuhl saß, ne spastische Lähmung hatte, an Krücken ging oä.

Ich hab zwei gesitig und körperlich behinderte Onkel, beide bewegen sich etwas "außerhalb der Norm" (der eine sehr langsam und konzentriert, teilweise zittrig, der andere oft sehr abrupt und abgehackt, dazu macht er oft seltsame Geräusche).
Dee findet das äußerst unheimlich, die Jungs machen/machten da gar keinen Unterschied, die erwarten erstmal von allen Menschen nur Gutes und wenn die Hand beim streicheln zittert oder sich plötzlich zusammenkrampft oder wenn sich jemand plötzlich Gesicht an Schnauze über sie beugt und sie anstarrt und komische Laute von sich gibt, ist ihnen das völlig gleich bzw sie nehmen es halt interessiert auf, aber machen sich nix drauß.


Ich muss auch sagen, rein äußerlich finde ich andere Windhundrassen attraktiver, aber vom Charakter her... immer wieder gern ein Greyhound.
Ich finde Greyhounds sehr attraktiv und häufig höre ich bei unseren Spaziergängen bewundernde Äußerungen wie "Das ist ein schöner Hund", oder "Das ist aber ein edles Tier" o.Ä.
Welche Windhundrassen findest du denn attraktiver?
Liebe Grüße von Christine, Safira und Efendi
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar...
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Savannah
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Re: Der Greyhound als Therapiehund

Beitrag von Savannah » Di 30. Dez 2014, 15:33

Ich habe ja nun schon in der 4.Generation fertig ausgebildetet Therapiehunde in der höchsten Stufe und arbeite mit Ihnen neben Menschen mit unterschiedlichen Behinderungsgraden auch mit sozial auffälligen und gewaltbereiten Kindern. Es ist schier unglaublich mit welcher Freude, Gelassenheit und hoher Empathie die Hunde arbeiten. Als ich das erste Mal zu einer Prüfung angetreten bin, wurde ich eher belächelt - inzwischen haben sie einen großen Fanklub und Bewunderer und machen unbezahlbare Werbung für diese wunderbare Rasse. Sie können soviel mehr, wenn man sie nur lässt und auch dahingehend fördert ...
Liebe Grüße
Barbara
Katatjuta´s Greyhounds
http://www.katatjuta.at

Maru
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Re: Der Greyhound als Therapiehund

Beitrag von Maru » Di 30. Dez 2014, 20:13

Safira hat geschrieben:Ich finde Greyhounds sehr attraktiv und häufig höre ich bei unseren Spaziergängen bewundernde Äußerungen wie "Das ist ein schöner Hund", oder "Das ist aber ein edles Tier" o.Ä.
Welche Windhundrassen findest du denn attraktiver?
Ich tendiere inzwischen geschmacklich mehr zu den Orientalen (mit Außnahme der sehr extremen Show-Afghanen). Greys finde ich nun auch alles, aber nicht hässlich, aber unter den Windhunden sind es rein optisch nicht die, die ich mir aussuchen würde.
Liebe Grüße von Janica mit Lawrence (unvergessen), Robin, DeeDee und Janaah.

Savannah
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Re: Der Greyhound als Therapiehund

Beitrag von Savannah » Fr 2. Jan 2015, 13:19

witzig Maru, ich hab mich ebenfalls schon vor Jahrzehnten rettungslos in den Saluki verliebt - optisch wohlgemerkt ;-) - aber zum grenzgenialen Wesen des Greyhounds gibts (für mich) absolut keine Alternative "8"
Mein Spruch: ans Aussehen gewöhnt man sich, ans Wesen nicht .... und ja, ich halte Greyhounds ebenfalls nicht unbedingt für die elegantesten unter den Windigen "beer"
Dennoch, nachdem ich viele Jahre vor allem mit Salukis geliebaäugelt habe - der Grey ist und bleibt MEINE Rasse - ohne wenn und aber "8" "8" "8"
Liebe Grüße
Barbara
Katatjuta´s Greyhounds
http://www.katatjuta.at

Rumford
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Re: Der Greyhound als Therapiehund

Beitrag von Rumford » Fr 2. Jan 2015, 13:26

ans Aussehen gewöhnt man sich, ans Wesen nicht
Der Spruch ist klasse, den muß ich mir merken! Meide Devise ist auch: wieso sich was zickiges antun, wenn man auch was nettes haben kann? Für mich gibts zum Grey-Wesen einfach keine Alternative, sonst hätt ich auch keine vier davon.
Rumford Greyhounds
http://www.houndstation.de

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