*Ein gewichtiges Thema

Deutsche Übersetzungen aus der Medizin, allgemeine Texte sowie Tipps/Tricks rund um die Versorgung von Greyhounds
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greycie
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*Ein gewichtiges Thema

Beitrag von greycie » Do 25. Jan 2018, 07:30

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Ein gewichtiges Thema

Wir befassen uns mal wieder mit dem Gewichts-Thema…und dem Knochen-Thema…und den 5 Pfund Regeln.

Es gibt keinen Grund dafür einen Ex-Racer so schlank und muskulös zu halten, wie er auf der Bahn war.

Sie sind im Ruhestand. Es gibt keine „3 Knochen(Rippen?) Regel“ und auch keine anderen Regeln über das Skelett eines Greyhounds außer die, dass es am aussagekräftigsten ist, es zu röntgen — und das jedes einzigartig ist.
Das Ziel sollte sein, eine moderate Muskelmasse und Muskeldefinition (nicht knochig) aufzubauen oder zu erhalten. Das Erste und Wichtigste, was man tun kann, wenn man eine valide Bewertung des Gewichts eines Greyhounds erheben möchte, ist „hide pulling“. So nennen es die Experten. Das wird deswegen gemacht, weil bei einem Greyhound, der adäquat mit Wasser versorgt ist, das Gewicht ebenfalls marginal angemessen ist.
Der einfachste Weg zu testen, ob der Hund richtig mit Wasser versorgt ist, ist „hide pulling“ — dabei wird an der Lende eine Hautfalte gezogen. Sie sollte einfach zu greifen sein. Wenn sie es nicht ist, dann ist der Hund sehr wahrscheinlich zu hochgezogen, zu schmal und dehydriert. Wenn man nun diese Hautfalte an der Körperseite des Hundes so weit es geht bequem hochzieht und wieder los lässt, sollte diese sofort wieder am Hund anliegen. Wenn sie nur in die Ursprungsform zurück sackt oder stehen bleibt, kann man davon ausgehen, dass der Hund zu wenig Flüssigkeit aufgenommen hat. Und sehr wahrscheinlich auch etwas untergewichtig.
Gute Trainer verbringen die Pausen meistens mit „pulling hides“. Der Wasserhaushalt ist für einen Greyhound entscheidend, egal ob er noch im Rennsport aktiv ist oder nicht.
Wenn man nun mit dem Hydratations-Problem vertraut ist, kann man die Aufmerksamheit nun auf das „Kernstück“ des Hundes legen. Dieses umfasst die Rücken-, Lenden- und Rückhandmuskulatur. Das ist der Bereich beim Greyhound bei dem die Kraft von hinten nach vorne und vorne nach hinten transferiert wird.

Wenn man einen Greyhound im Profil betrachtet, soll er weder eine Wespentaille haben, wie eine hündische Barbie-Puppe - so wie es bei manchen der Fall ist - noch sollte das Abdomen steinhart sein, wenn man es sanft abtastet. Die Lende sollte deutlich abgegrenzt sein, aber die hochgezogene Linie sollte nicht am Rückgrat enden.

Wenn man den Greyhound-Rücken direkt oberhalb der Kernregion betrachtet, sollte die schräge Muskulatur deutlich convex sein - und die breiteste Stelle des Rückens sollte oberhalb der Lendenregion liegen.
Die Längsmuskulatur, die links und rechts der Wirbelsäule entlang läuft, sollte so gut entwickelt sein, dass die Wirbel zwar angedeuted zu sehen sind, aber nicht deutlich hervorstechen wie bei einem Stegosaurus, wenn man ihn von der Seite betrachtet.

Wenn man nun den Greyhound-Kern gestärkt und gut aufgefüllt hat, wird der Hund in einer guten Form sein und ausreichend Gewicht haben, so dass der Rest kein Problem mehr sein sollte.
Wenn die Kern-Region in guter Verfassung ist, sieht es im richtigen Licht und in einem bestimmten Winkel so aus, als ob der Greyhound einen englischen Reitsattel tragen würde. Ganz sicher eine Täuschung, aber deutlich sichtbar (mit ein bisschen Vorstellungskraft) bei einem trainierten und gut bemuskelten Greyhound, der optimal mit Flüssigkeit versorgt ist.
Wie unten in der Illustration zu sehen, links, Swalker Rory (schwarz/weiß)
zeigt die Sattelillusion (das Foto ist meines Wissens von Yvonne Harrington)
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und Barcelona Boss, gut entwickelte und lange Rückenmuskulatur auf beiden Seiten der Wirbelsäule.
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Danke an Christopher Grieb für das Bild.
Übersetzt von B.Kalmbach fürs Greyhoundforum. Übersetzungsfreigabe des Autors liegt vor
Michaela
Bild
Nur wer einmal seinen Windhund jagen gesehen hat, der weiß, was er an der Leine hat!

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