17. Gesunderhaltung von Greyhounds

Was ist in den ersten Stunden, Tagen, Wochen zu beachten?!
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greycie
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17. Gesunderhaltung von Greyhounds

Beitrag von greycie » Mo 9. Dez 2013, 13:51

Jetzt, wo wieder die kalte, nasse Jahrezeit beginnt, wird das Thema Hundemantel von Neuem diskutiert.

Ab wann ist es sinnvoll, seinem Greyhound einen Wintermantel anzuziehen?

Greyhounds haben in der Regel ein schön dichtes Fell. Sie sind auch meist nicht so kälteempfindlich wie andere kurzhaarige Windhunde wie z.B. Whippet oder Galgo.
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In Kennel gehalten, entwickelt sie auch ein Zwingerfell mit dichter Unterwolle.
Greyhound_Oscars_Debbie-big.jpg
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Kommen die Greyhounds hier mit Winterpelz an, ist natürlich erst mal ordentliche Fellpflege von nöten, bis sie das dichte Fell gänzlich verloren haben. Meist ist das Thema dann mit dem nächsten Fellwechsel durch!
Hier werden sie ja in der Regel nicht in Zwingern gehalten, sondern leben im Haus welches im Winter auch beheizt ist.
Dadurch haben sie dann keine Unterwolle bzw. kein Winterpelz mehr, der sie vor extremer Kälte schützt.

Es darf sich nicht immer nur an den Temperaturen orientiert werden. Also ab Grad x bekommt der Hund einen Mantel an. Ich halte es zusätzlich so, dass ich Witterungsbedingungen wie
- kalter Wind
- Nieselregen
- Nebel
- Feuchte Luft, klamm
- körperliches Empfinden des Hundes (kälteempfindlich oder nicht)
- Gesundheit
- Alter des Hundes (sehr jung oder bereits alt, Welpen oder auch ältere Semester sollten schon viel früher einen Mantel anbekommen)

mit einbeziehe, ob der Hund einen Mantel benötigt.

z.B. sind meine Greyhounds nicht besonders empfindlich und auch nicht krank. Wenn sie Freilauf und Spiel haben, geht es auch unter 0 bis -2/3 Grad ohne Mantel raus.
Normale Leinenspaziergänge bei Trockenheit und Sonne und Windstill gehen ebenso bis gut 0 Grad oder darunter ohne Mantel.
Hab ich Nieselregen oder eiskalter Wind und weiß ich, wir gehen nur Gassi ohne Freilauf, dann kann es schon auch mal bei 2/3 Grad Plus einen Mantel geben.

Meine Mäntel sind aus weichem Fleece, welches bis 20 Min einem Dauerregen stand hält und keine Nässe durchlässt.
Sie sind angenehm im Tragekomfort (bei meiner Mantelherstellerin laden sie sich auch nicht auf und geben keine Elektrizität ab beim Ausziehen).

Sie gehen bei mir auch immer über den gesamten Hals bis hinter die Ohren (damit die Nackenmuskulatur warm bleibt) und auch hinten gehen sie ÜBER den Hintern bis ca. Mitte Oberschenkel. Denn für mich ist wichtig, das die extremen Muskelpartien die der Greyhound in Nacken und Hinterhand hat, gut geschützt sind.
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Ebenso ist es wichtig dem Greyhound im Fahrzeug im Winter, wenn es kalt ist, einen schützenden Mantel anzuziehen. Denn im Liegen hat er keine Möglichkeit, sich selber warm zu halten und kühlt schnell aus.

Ein Greyhound, der mit dem einen oder anderen Wehwechen was Gelenke oder Muskeln betrifft, seine Rennkariere beendet und vermittelt wird, sollte viel Früher mit dem Tragen eines Mantels bekannt gemacht werden.
Hier ist es wichtig, die bereits vorhandenen Schwachstellen zu schützen und möglichst lange so in Ordnung zu halten, das Behandlungen mit der Dauergabe von Schmerzmittel hinausgezögert werden können.

Auch wenn der Grey da manchmal sehr unlustig werden kann, was das Tragen von Mänteln betrifft, sollte er sich damit anfreunden.
Es kann nur seiner Gesundheit dienen.

Natürlich ist es nicht im Sinne des Hundes, wenn er bei 15 Grad Plus, weil Herrchen/Frauchen schon leise Frostbeulen bekommt, auch zum Tragen eines Mantels verdonnert wird "25"

Hier ist eine gute Balance zu finden, die Hund und Halter gerecht wird.
Michaela
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Nur wer einmal seinen Windhund jagen gesehen hat, der weiß, was er an der Leine hat!

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