*Keen Greyhounds - Hasenscharfe Greyhounds

Deutsche Übersetzungen von Medizinischen Texten und Tipps/Tricks rund um die Versorgung von Greyhounds von dem Australier Tom Meulman und auch von dem bekannten Greyhoundfachmann John Kohnke und der Tierärztin Suzanne Stack (Übersetzungsfreigaben der Originalautoren liegen uns vor)

Moderator: Heikez

Gesperrt
Benutzeravatar
greycie
Beiträge: 11794
Registriert: Mi 12. Jan 2011, 07:44
Meine Hunde: Greyhounds & Galgos
Wohnort: Baden Württemberg
Kontaktdaten:

*Keen Greyhounds - Hasenscharfe Greyhounds

Beitrag von greycie » Fr 18. Aug 2017, 13:32

Übersetzungsfreigabe fürs Greyhoundforum - übersetzt von Sandy Mayer.
31.08.2017
Dennis McKean Facebook
Keen Greyhounds

We often read, on social media, messages from people who are having some difficulty either understanding or coping with certain retired greyhound behaviors. Usually, advice from a remarkable array of adoption professionals, experienced adopters, even veterinarians and racing professionals is immediately forthcoming. One thing they are seldom told, but something they need to know, is that racing greyhounds are not bred to be pets.

That particular aspect of selectivity never enters into the decision of whether or not the individual is a greyhound worthy of carrying on with the breed. Contemporary Racing Greyhounds are performance dogs, and superior performance in head to head competition is what usually determines who does and who doesn't get to input the gene pool.

"Petability" is not one of the criteria used in this selection process involving the breeding of modern racing greyhounds. Many greyhounds, while they are superb track athletes and quite prolific as breeders, can have personality traits or exhibit certain behaviors that are not necessarily desirable in a pet, or conducive toward making an easy adjustment to life as a companion dog or family pet.

However, one attribute that is quite desirable in a racing dog, and in one who might be used for breeding, is what we term "keen-ness". This involves a heightened ability to perceive one's surroundings, and a heightened ability to react quickly and decisively to them. “Keen-ness”, in a track racer, is expressed as an irrepressible willingness to compete in racing competition, or to simply chase with abandon. Keen-ness, in a sire or dam, is something we want them to pass onto their offspring.

Especially keen dogs are very focused, often to the point where they can be oblivious to the humans around them. When something gets their blood up, the result can be less than ideal in a non-sporting, uncontrolled venue.

These unusual powers of perception can also predispose them to skittishness and nervousness, as they inevitably perceive and react to the known as well as the unknown, quite often to a degree not always in common with other breeds.

Remember this--your retired greyhound, at any given moment, in any situation, is, in his own mind, both predator and prey.

This primal aspect is held very close beneath their thin skin, as a result of centuries of highly selective breeding to a specific function. It is the essence of who they are.

Now, seldom are these unique qualities deal breakers to potential adopters--but it is important to understand that greyhounds are primal, reactive, competitive dogs by nature, and when they are bred for “racing temperament”, it isn't for the same sort of temperamental qualities that we might wish to see in a Pug or a Maltese.

The fact that so many retiring racing greyhounds are still able to make a seamless adjustment in the face of a quantum leap of change in their lives, from racing athlete to family pet, is a tribute to their own innate intelligence and already learned faith in their humans.

Their coursing and racing heritage, and the primal, mystical, ethereal aspects of their nature that it preserves, once taken into account, understood and embraced, are just a bonus.

Copyright, 2013
Michaela
Bild
Nur wer einmal seinen Windhund jagen gesehen hat, der weiß, was er an der Leine hat!

Benutzeravatar
greycie
Beiträge: 11794
Registriert: Mi 12. Jan 2011, 07:44
Meine Hunde: Greyhounds & Galgos
Wohnort: Baden Württemberg
Kontaktdaten:

Re: Keen Greyhounds

Beitrag von greycie » Do 31. Aug 2017, 10:31

Keen Greyhounds („Hasenscharf“)

Oft lesen wir auf sozialen Plattformen von Leuten, die Schwierigkeiten damit haben, ihren adoptierten Greyhounds zu verstehen oder mit speziellen Verhalten der „Pensionisten“ Probleme haben. Normalerweise wird sofort geantwortet – Rat kommt von Tiervermittlungsstellen, erfahrenen Adoptierenden und sogar von Tierärzten und Rennbahn-Fachleuten. Eines jedoch wird so gut wie gar nicht angesprochen, etwas essentielles : nämlich dass Renn-Greyhounds nicht dafür gezüchtet wurden, um Pets zu sein.

Ob der Renn-Grey ein gutes Haustier wäre oder nicht, ist für den Zuchtplan nicht relevant. Renn-Grey sind Leistungshunde, ausgezeichnete Leistung im Kopf-zu-Kopf Rennen ist ausschlaggebend dafür, ob der Hund für die Zucht weiterverwendet wird oder nicht.

„Haustierqualitäten“ sind kein Kriterium im Selektionsprozess für die Zucht des modernen Renn-Grey. Viele Greyhounds, die ausgezeichnete Rennbahn-Athleten und Zuchthunde sind, können Persönlichkeitsmerkmale oder bestimmte Verhaltensweisen entwickeln, die nicht unbedingt erwünschenswert sind in einem Haustier, oder eine einfache Integration ins Leben eines Begleithund oder Familienhund erschweren.

Allerdings gibt es ein äußerst erwünschtes Attribut in einem Renn-Grey, eines, das ausschlaggebend ist für die Zucht: wir bezeichnen diese Eigenschaft als keen-ness („Hasenscharf“). Das beinhaltet die gesteigerte/forcierte Fähigkeit das Gelände wahrzunehmen, schnell und präzise zu reagieren. Keen-ness in einem Renn-Grey äußert sich in einer ununterdrückbaren Bereitwilligkeit zum Renn-Wettkampf – oder um einfach zu jagen ohne aufzugeben. Keen-ness in Rüde oder Hündin ist genau das, was an die Welpen weitergegeben werden soll.

Keen Greys sind sehr fokussiert – oft auch so sehr, dass sie ihr Umfeld nicht mehr wahrnehmen – inklusive der Menschen um sie herum. Wenn etwas ihre Aufmerksamkeit weckt, kann das zu einem unkontrollierbaren Problem werden.

Diese unübliche Fähigkeit alles um sich herum wahrzunehmen kann auch dazu führen, dass sie schreckhaft oder nervös sind, da sie auf alles reagieren – für sie bekanntes oder unbekanntes. Dieses Verhalten ist oft wesentlich stärker ausgeprägt als in anderen Rassen.

Hab immer im Hinterkopf, dass dein pensionierter Greyhound in seinem eigenen Bewusstsein gleichzeitig Jäger und Gejagter ist – und das in jedem Moment und in jeder Situation.

Dieser Instinkt (Jagd/Flucht) ist sehr nah unter ihrer dünnen Haut – ein Ergebnis von jahrhundertlanger, äußerst selektiver Zuch für eine ganz spezielle Funktion. Es ist die Essenz ihres Seins.

Selten sind diese einzigartigen Merkmale ein Problem für potentielle Adoptierende, aber es ist wichtig zu verstehen, dass Greyhounds von Natur aus reaktionsfreudige, konkurrierende Hunde sind. Werden sie nach ihrer Renn-Qualität gezüchtet, dann sind das keine vergleichbaren Verhaltensqualitäten, die man sich bei einem Haustier wie zum Beispiel einem Mops oder einem Malteser erwartet.

Die Tatsache, dass retired Renn-Greys trotz allem einen nahtlosen Quantensprung in ihrem Leben machen können – von Hochleistungssportler zu Familienhund – ist ein Merkmal ihrer eigenen angeborenen Intelligenz und ihrem Grundvertrauen zu Menschen.

Wenn man Ihr Coursing- oder Renn-Erbe und die ursprünglichen, mystischen, magischen Aspekte ihrer Natur erhält, versteht und annimmt, dann sind sie ein Gewinn, eine Bereicherung.
Diskussionen hier:
http://info-hz.de/greyhound/viewtopic.p ... 974#p70974
Michaela
Bild
Nur wer einmal seinen Windhund jagen gesehen hat, der weiß, was er an der Leine hat!

Gesperrt

Zurück zu „Übersetzungen Meulman / Kohnke / Grey Data etc.“